Sachbuch „Schweinerei mit großer Kunst“ Band 1: Von der Höhlenmalerei bis ins 19. Jahrhundert

25,00 

 

Ein witziger und lehrreicher Begleiter für Kunstliebhaber und solche die es werden wollen!

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Beschreibung

 

Die Worte »Romanik« und »Romantik« unterscheiden sich lediglich durch ein kleines »t«. Zwischen der Kunstepoche des frühen Mittelalters (Romanik) und der Stilrichtung des 19. Jahrhunderts (Romantik) liegen jedoch Welten. Woran aber erkenne ich, in welcher Zeit ein Bild entstanden ist?

Stile lassen sich in der Malerei deutlich unterscheiden durch die

  • Darstellung des Menschen
  • Raumkonstruktionen
  • Kompositionen
  • Farbgebungen und Malweisen
  • Gestaltungsprinzipien
  • unverwechselbare »Handschrift« des Künstlers

Im Vergleich von Gemälden aus verschiedenen Epochen werden die Stilmerkmale besonders deutlich sichtbar.

 

Kleiner Scherz mit großer Kunst: Über Vorbilder und Nachbilder

Herausfordernd versah der ebenso einfallsreiche wie unangepasste Künstler Marcel Duchamp 1919 einen Druck von Leonardo da Vincis weltberühmter »Mona Lisa« mit einem albernen gezwirbelten Oberlippenbärtchen und untertitelte das Bild mit dem mehrdeutigen Buchstabenkürzel »L.H.O.O.Q.«, was französisch ausgesprochen – Elle a chaud au cul – soviel bedeutet wie »Ihr ist heiß unterm Hintern«. Blödeln mit ganz großer Kunst: Ist das erlaubt?

Die Auseinandersetzung mit Vorbildern zur Herstellung eines »Nachbildes«, das in der Regel die gesamte Bildanlage übernimmt, nicht in jedem Fall die Motive und meist nicht den Stil, spielte erst seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert eine Rolle. Das bekannte Beispiel einer gleich zweifachen Nachahmung: Ein Gemälde von Goya (»Mayas auf dem Balkon« um 1812) wurde von Manet aufgegriffen (»Der Balkon« von 1869) und dessen Bildansatz wiederum von dem Surrealisten René Magritte (»Perspektive – Der Balkon von Manet« von 1950). Übernahm Manet noch die Figuren, versetzte sie aber in seine Zeit und änderte deren Zuordnung, so ersetzte Magritte diese durch Särge.

»Bildzitate« sind in der Kunst seit langem bekannt. So ließ sich z.B. der Barockkünstler Peter Paul  Rubens von einem Stich des Renaissancemeisters Michelangelo zu seinem sinnlichen Gemälde »Leda« von 1598/1600 anregen. Anders als bei einer »Kopie« (copia (lat.): Fülle, Vorrat), die eine genaue Nachbildung eines Werkes durch einen anderen Künstler bezeichnet, oder die »Replik«, eine vom Künstler selbst hergestellte Kopie, werden beim »Bildzitat« Hinweise auf Motive eines früheren Werkes in neue Zusammenhänge gestellt. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Tradition des Bildermachens oder Blödeln mit der großen Kunst? Beides kann und darf dahinter stecken und – ich zumindest denke – beides ist erlaubt.

 

Zu den Nachbildern in diesem Buch

Alle Nachbilder und anderen illustrationen in diesem Buch sind komplett neu gemalt  und nicht digital erzeugt worden. Trotz manch kleiner Respektlosigkeit: der Spaß überwiegt und dient einem guten Zweck. Wir begleiten ein einziges figürliches Motiv  – das Schwein –  durch die Geschichte der Malerei. Dabei verfolgen wir, wie sich sein Aussehen, sein Wesen und seine Bedeutung wandeln in seinem sich jeweils verändernden »Stilgewand«. Sind Kopf, Körper und Gliedmaßen schön und edel – in Proportion und Haltung aber nach der Natur gestaltet? Sind sie übertrieben rundlich und in der Haltung wirkungsvoll theatralisch? Sind sie lang und geschraubt oder elegant und in der Haltung geziert? Ist die Farbgebung schlicht und rein, stark auf die Hell-Dunkel-Wirkung bedacht oder in variantenreicher Tonabstufung der Wiedergabe von Licht und Atmosphäre verpflichtet? Hieran erkennt man die sich wandelnde Bildsprache deutlich.

Auf unserem Weg durch die Kunstgeschichte begleitet uns Schweinchen Rosa – niedlich, intelligent und selbstbewusst, in Kunstdingen aber völlig naiv. Gerade deshalb kann man sich ganz unbefangen mit ihr über Gemälde unterhalten. Frei nach dem Motto: Es gibt keine dummen Fragen – nur dumme Antworten.

 

Wie kann ich dieses Buch benutzen und wo finde ich was?

  1. Für einen kunsthistorischen Überblick könnte man dieses Buch einfach von vorne bis hinten durchlesen.
  2. Es eignet sich aber besonders gut, um sich jeweils nur ein Kapitel vorzunehmen, z.B. weil man eine bestimmte Ausstellung besuchen möchte oder sich begleitend zum Kunst-, Geschichts- oder Deutschunterricht zu informieren.
  3. Das Inhaltsverzeichnis findet man auf  den Seiten 5/6, …
  4. … ein informatives Vorwort zum Thema »Kleiner Scherz mit großer Kunst« auf Seite 7.
  5. Eine Tabelle zur Abfolge der großen Kunstepochen von der Höhlenmalerei bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mit Seitenangaben erleichtert den Überblick (Seite 8/9: Wo finde ich was).
  6. Jede Betrachtung einer Epoche beginnt mit einem kurzen Einstieg (linksseitig mit Bild) …
  7. … sowie einem einseitigen Informationstext (rechtsseitig), der 5 wichtige Sachverhalte erläutert: Herkunft der Stilbezeichnung, den Zeitraum, die verwendeten Darstellungstechniken, die vorherschenden Bilgattungen und die wichtigsten Bildthemen.
  8. Auf der jeweils nächsten Seite findet man den »Dialog mit Rosa«: Das kleine Schweinchen Rosa unterhält sich dort mit einem Kunst-Sachverständigen über ein typisches Bild der vorgestellten Epoche. Jede noch so »dumme« Frage ist erlaubt, denn es gibt ja keine dummen Fragen!
  9. Rechts daneben sieht man formatfüllend ein für diese Epoche besonders typisches Bild – jeweils mit einem kleinen Schweinchen verfremdet, das im Stil dieser Zeit gestaltet ist.
  10. Für diejenigen, die weitergehende  Informationen wünschen, ist die jeweils nächste Doppelseite gedacht: Hier werden weiterführende Erläuterungen zur Darstellung des Menschen, der Räumlichkeit, zu Kompositionsprinzipien, Farbe und Licht, Farbauftrag und Malweise sowie zu den damals eingesetzten Gestaltungsprinzipien gegeben und die wichtigsten Künstler mit ihrern Lebensdaten genannt.
  11. Im Anhang (ab Seite 95) findet man eine Erläuterung der Begriffe Stilbezeichnung, Zeitraum, Bildgattung und Bildthemen …
  12. …. sowie ab Seite 111 eine allgemeine genaue Erläuterung der einzelnen Stilmerkmale (siehe oben: 8.).
  13. Zu guter Letzt folgt ein Namensverzeichnis (ab Seite 119) der im Buch angesprochenen Künstler ….
  14. … der Bildnachweis (welche Vorbilder wurden für die Nachbilder verwendet), …
  15. … und ein Nachwort (Seite 127) …
  16. … sowie eine Danksagung: Die vielen klugen oder auch lustigen Fragen, die meine kleinen und großen Schülerinnen und Schüler mir im Laufe meiner Lehrtätigkeit am Gymnasien zur Kunst und Kunstgeschichte gestellt haben, waren die Basis für die Dialoge mit Rosa.

 

Technische Daten

Text und Illustrationen  Bettina Cramm

Druck  4/c Offsetdruck

Format   23, 5 x 24 cm

Umfang 132 Seiten

Einband  Hardcover farbig laminiert, abwaschbarer Einband mit Fenster (folienhinterlegt)

Papier  140 g beidseitig farbig bedruckt

Buchbinderische Verarbeitung  Fadenheftung 

ISBN  978-3-929909-13-8

 

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